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Die Feistritztalbahn (StLB)

Weiz- Oberfeistritz- Anger- Birkfeld

Kurze Info zur Bahn

Bundesland: Steiermark

Eröffnung: 1921 (als Schleppbahn); 1930 (als öffentliche Eisenbahn)

Spurweite: 760 mm (Schmalspurbahn)

Streckenlänge (bis Birkfeld): 23,9 Kilometer

Die Feistritztalbahn verlief ursprünglich von Weiz über Birkfeld bis nach Ratten. Dort gab es umfangreiche Kohlevorkommen. Nachdem die meisten Haushalte in den 1980er Jahren inzwischen auf andere Rohstoffe zum Heizen zurück griffen, wurde der ohnehin spärliche Personenverkehr aufgegeben und anschließend auch der Güterverkehr im Abschnitt Ratten- Birkfeld beendet. In den Jahren 1981/ 82 erfolgte dann der Abbau der Strecke. Heute befindet sich auf der alten Trasse ein Radweg.

Die StLB betreiben im Abschnitt Weiz- Oberfeistritz (Talkumwerk der Firma Luzenac Naintsch) die Bahn im Güterverkehr. Das restliche Teilstück von Oberfeistritz bis Birkfeld wird mit Sonderzügen vom Club U 44 “Freunde der Feistritztalbahn” betrieben.

Offizielle Homepage der Steiermärkischen Landesbahnen (StLB)

Internetseite über den Club U 44 “Freunde der Feistritztalbahn”mit Terminen für Sonderfahrten und weiteren Infos zur Strecke

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www.club-u44.at

Der Buch Tipp zur Feistritztalbahn !!

100 Jahre Feistritztalbahn Sutton Verlag .

100 Jahre Feistritztalbahn

Autor: Karl Schellauf & Dietmar Zehetner

96 Seiten, 160 Fotos (s/w), 165 x 235 mm, Paperback

Verlag: Sutton Verlag, Erfurt (D)

ISBN:  978-3-86680-839-3

1. Auflage 2011

Preis: 19,45 €

www.suttonverlag.at

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Die schmalspurige Feistritztalbahn hat in der Bezirksstadt Weiz in der Oststeiermark ihren Ausgangspunkt. Aus dem nahen Graz führt eine normalspurige Verbindung über Gleisdorf nach Weiz. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Weiz trifft die Normalspurbahn mittels einer Niveau gleichen Schienenkreuzung auf die 760 mm Schmalspurbahn nach Birkfeld. Am Abend des 25. Juni 1995 passieren kurz nacheinander zunächst der aus Gleisdorf kommende VT 51 (ÖBB Kennung 5047.401) und kurz danach die schmalspurige Kh 101 diesen markanten Gleisabschnitt. Von beiden Seiten ist diese Gleiskreuzung mit einer Signalsicherung ausgestattet.

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Noch ein kurzer Blick auf die Normalspur Traktion im Bahnhof Weiz. Inzwischen ist auch eine neue Lok- und Triebfahrzeug Generation hier zu Hause. Die Steiermärkischen Landesbahnen haben zwei Diesellokomotiven des Typs “Hercules” (identisch mit der ÖBB Baureihe 2016) erworben und befördern damit überwiegend die “VW Touareg” Bleche die in Weiz gefertigt werden und dann zur Endmontage in ein VW Werk in die Slowakei gelangen. Daneben sorgt die Firma “ELIN” (Transformatoren Technik in Weiz) für einen regen Güterverkehr. Speziell die großen Transformatoren werden hier in Weiz per Bahn verladen. Hierzu bedient man sich einer Anschlussbahn, die teilweise mitten durch die Weizer Stadt verläuft !! Auf dem linken Bild ist der neue “Desiro” Triebwagen 5022 der ÖBB vor dem Depot Bereich in Weiz zu sehen und rechts die neue StLB Lok vom Typ “Hercules” (03. Juni 2007).

Das rechte Bild zeigt die D 3 am 25. Juni 1995 vor einem schweren Transformatoren Zug und angehängten Kesselwagen im Güterbahnhof Weiz. Die Lok wird den Zug bis Gleisdorf befördern. Dort übernimmt die ÖBB die Fracht.

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Im Bahnhofsbereich von Weiz befindet sich auch der Depotbereich beider Spurweiten, sowie umfangreiche Umladeanlagen, speziell für die Talkumtransporte aus dem Feistritztal. Das Talkum wird hier mittels einer Siloanlage aus den schmalspurigen Kesselwagen in die der Normalspurbahn umgeblasen. Neben den Kesselwagen Transporten wird das Talkum aber auch in “Big- Packs” in Schiebewandwagen transportiert. Auch in diesem Bereich wird nur der kleinere Teil mit der Eisenbahn transportiert.

Talkum wird übrigens in der Kosmetik, sowie bei der Autoproduktion (z.B. bei der Verarbeitung von Gummidichtungen und Schläuchen) verwendet.

Auf dem linken Bild sieht man die zuvor beschriebene Umladeanlage. Am 03. August 1999 verschiebt eine Lok Typ Jenbacher Werke einige normalspurige Güterwagen unter die Siloanlage. Auf weitere Einsätze steht die DE 1 vor dem Prellbock. Ganz rechts rollt die schmalspurige VL 22 (ex. Reihe JZ 740) an die Tankanlage.

Auf dem rechten Bild verschiebt die kleine Deutz Lok einige schmalspurige Güterwagen unter die Verladeanlage (03. Juni 2007).

 

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Das erste schöne Fotomotiv bietet sich bei Weiz- Ost mit Blick auf die Weizbergkirche. Die Region rund um Weiz, wie auch im Feistritztal wird geprägt durch den Obstanbau. Speziell besonders edle Apfelsorten werden hier bevorzugt angebaut. Überall im Tal kann man die Produkte kosten und natürlich auch erwerben.

Am 23. Juni 1995 ist die VL 14 mit einem Leerwagenzug mit vier Kesselwagen in Richtung Oberfeistritz unterwegs. Früh am Morgen ist hier der Sonnenstand für eine solche Aufnahme perfekt. Inzwischen versehen die beiden Stammlokomotiven VL 22 & VL 23 (ex. JZ Reihe 740) den Streckendienst. Als eiserne Reserve wird noch eine der alten Diesellokomotiven (siehe Bild links) bereitgehalten. Die VL 14 fristet derzeit ein Dasein in Rumänien und wartet dort auf eine evtl. Aufarbeitung. 

Auf dem rechten Bild ist die farbenfrohe VL 22 mit einem Leerzug nach Oberfeistritz zu sehen. Diese Maschine hat als einzige im Feistritztal eine Funkfernsteuerung (03. August 1999).

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Am Morgen des 04. August 1999 rollt die VL 22 über das Peesen Viadukt nahe der gleichnamigen Ortschaft. Der mittlere große Kesselwagen, ist in der eigenen Bahnwerkstatt in Weiz aus einem LKW Kesselwagen und einem Rungenwagen Untergestell entstanden. Damit konnte das Fassungsvermögen eines in früherer Zeit verwendeten Kesselwagens um das doppelte (!) gesteigert werden. Inzwischen verfügt die Landesbahn in Weiz über zwei dieser großen Kesselwagen.

Der Fotopunkt am Peesen Viadukt ist inzwischen leider durch hochgewachsene Bäume und einem Drahtzaun nicht mehr möglich !!

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Am 23. Juni 1995 befördert die VL 14 einen langen Güterzug von Oberfeistritz nach Weiz über das Nöstl Viadukt. Eine Besonderheit auf der Feistritztalbahn sind die Viadukte aus Betonstein. Zur Zeiten des Bahnbaus war die Feistritztalbahn eine Art “Teststrecke” für derartige Konstruktionen. Nur das Bachl Viadukt (siehe weiter unten) ist der einzige Viadukt in der klassischen Bruchstein Variante.

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Das zuvor angesprochene Bachl Viadukt zeigt sich ganz in Bruchstein Mauerwerk und bietet daher einen schönen Kontrast zu den restlichen Bauwerken entlang der Strecke. Die VL 14 ist am 23. Juni 1995 mit einem langen Güterzug in Richtung Weiz unterwegs. Auch dieser Viadukt lässt sich in dieser Form heute leider so nicht mehr in Szene setzen. Außerdem gab es in den letzten Jahren eine neue Verschalung am oberen Rand des Viaduktes aus hellem Beton.

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Mit einer Länge von 276 Metern stellt das Grub Viadukt das größte Bauwerk der Feistritztalbahn dar. Am 03. Juni 2007 ist die VL 22 auf dem linken Bild mit einem beladenen Zug von Oberfeistritz nach Weiz unterwegs.

Die Kh 101 auf dem rechten Bild ist mit einem Dampfsonderzug auf dem gleichen Viadukt zu sehen, nur ist hier der Viadukt aus der gegenüberliegenden Seite zu sehen. Diese Einstellung ist optimal ausgeleuchtet, nur mit einem Sonderzug möglich, da die Güterzugdienste schon zeitig am Morgen beginnen und meist gegen 10.00 oder 12.00 Uhr beendet sind (je nach Frachtanfall im Werk in Oberfeistritz).

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Der Bahnhof in Oberfeistritz spielt beim Güterverkehr eine wichtige Rolle. Von hier zweigt das Anschlussgleis in das Talkumwerk der Fa. Luzenac Naintsch ab. Das Talkumwerk ist der einzige Kunde der Feistritztalbahn und daher für den Erhalt der Strecke enorm wichtig.

Am 26. Juni 1995 verschiebt die kleine VL 4 (Gmeinder 1942) einge Schiebewandwagen in das Anschlussgleis des Talkumwerkes. Oberhalb der Waggons erkennt man die Material Seilbahn, die das Talkum vom Berg in das Werk befördert.

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Als eiserne Reserve (oder bei Ausfall der VL 4) setzen die StLB die Deutz Diesellok RT 3 (Deutz, 1958) ein. Im Bahnhof von Oberfeistritz steht die kleine Lok am 26. Juni 1995 und wartet in der Sonne auf die weiteren Einsätze.

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Inzwischen verzichtet die StLB auf die kleinen Verschublokomotiven im Bf. Oberfeistritz. Die planmäßig eingesetzten Streckenlokomotiven versehen auch den Verschubdienst in das Werksgelände. Die VL 23 (noch in der orangen Farbgebung der 1980er Jahre) verschiebt am 18. Mai 2004 einige Wagen in das Talkumwerk.

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Am 03. Juni 2007 war auch ein kurzer Blick in das Talkumwerk der Fa. Luzenac Naintsch möglich. Hier endet die Anschlussbahn. Oberhalb sieht man die Seilbahn Förderanlage und im hinteren Bereich die Siloanlagen, mit denen sowohl die Eisenbahnwagen, wie auch die LKW beladen werden. Die Beschilderung die auf ein Verbot zum Betreten der Werksanlagen hinweist, sollte man in jedem Fall respektieren.

Der Gastronomie Tipp in Anger (u.a.)...

www.angerer-hof.at
Steiermark
www.apfelland.info
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Der weitere Abschnitt hinter Oberfeistritz bis zum heutigen Streckenende in Birkfeld wird ausschließlich vom Club U 44 “Freunde der Feistritztalbahn” befahren.

Am 26. Juni 1995 hat die Kh 101 bei Koglhof einen Sonderzug am Haken. Laut pfeifend quert die Maschine in wenigen Augenblicken eine Landstraße.

Ein schweres Hochwasser in den 1960er Jahren führte dazu, dass ein Teil des Hollersbach Viaduktes durch den gleichnamigen Bach infolge eines Hochwassers weggerissen wurde. Nach dem Wiederaufbau der noch vorhanden Bruchstein Bögen, entschied man sich einen Stahlträger in die Mitte einzusetzen.

Die Kh 101 ist am 26. Juni 1995 mit einem Sonderzug kurz vor Birkfeld unterwegs.

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www.feisitritztalbahn.at

Als Abschluss noch zwei Bilder aus dem Bahnhof Birkfeld. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das hübsche Bahnhofsgebäude. Ein Museum des Club U 44 ist im hinteren Teil des Bahnhofsareals angesiedelt. Der Club U 44  hat hier seinen Stützpunkt. Der Gleisbereich wurde in der Art umgestaltet, dass eine ebene Fläche entstand und dort auch div. Dorffeste stattfinden können.

Der Club U 44 konnte vor einigen Jahren eine bosnische Dampflokomotive der Reihe 83 ins Feistritztal holen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten versieht die Maschine jetzt zuverlässig ihren Dienst. Die 83.180 ist am 03. Juni 2007 soeben in Birkfeld eingetroffen.

Rechts sieht man die aufwendige Bekohlung der Kh 101 in Birkfeld (26.Juni 1995).

 

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Letzte Aktualisierung:

01. Okt. 2017

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